
Mandalas
und
Ihre Bedeutung
Der Name Mandala kommt aus dem Sanskrit, einer noch heute in Indien als
Literatur- und Gelehrtensprache verwendeten altindischen Sprache. Ein Mandala ist ein mystisches Kreis- oder Vieleckbild der indischen
Religionen. Das Erstellen und Ausmalen eines Mandalas ist im Hinduismus
und im Buddhismus eine geistig-religiöse Übung, die zur Erfahrung des
innersten Selbst führen soll.
In der Psychologie hat ein Mandala die Bedeutung einer symbolischen
Darstellung bzw. Skizze des Persönlichkeitszentrums, eines Traumbildes
oder von Patienten angefertigten bildlichen Darstellung als Symbol der
Selbstfindung. Als fester Bestandteil der aktuellen psychotherapeutischen
Praxis und anthroposophischen Heilpädagogik wird es z.B. zur Koordinierung
der Grob- und Feinmotorik, zur Stärkung der Konzentrationsfähigkeit und
zur Bewusstseinsentwicklung eingesetzt.
Zum Mandala - Malen sollte genügend Zeit und Stille vorhanden sein. Durch
die besinnliche Versunkenheit in das Werk kann ein Mandala für Menschen
jeden Alters ein kreatives Hilfsmittel zur Meditation sein. Mandalas haben
eine entspannende Wirkung, fördern die Kreativität und helfen, zur Ruhe zu
kommen und ausgeglichener zu werden. Mandalas werden von außen nach innen
gemalt- hin zum Mittelpunkt!
Seitdem Mandals in Deutschland entdeckt wurden, werden eine Vielzahl der
unterschiedlichsten Motive und Formen angeboten, die jedoch mehr als
Bilder- und Malbücher anzusehen sind und mit einem Mandala nichts mehr
gemeinsam haben. Denn durch den bewussten Verzicht auf erkennbare Motive
bleibt genügend Raum für die Freiheit der Gedanken und damit der
Phantasie.
Die Abstraktheit der geometrischen Figuren findet Ordnung im Kreisbild und
bewirkt dadurch eine Ordnung des Geistes.
Mandalas lassen sich mit allen Mal- und Zeichenwerkzeugen (zum Beispiel
Federn, Pinsel oder Buntstifte) ausmalen, mit denen man Flächen an den
Konturen orientiert farblich gestalten möchte.
Filsstifte eignen sich gut, besonders wenn man die Malrichtung beibehält -
also eine Fläche nicht kreuz und quer bemalt - weil man die einzelnen
Striche später gut sehen kann.
Besonders empfehlenswert sind Fineliner, da sie sehr exakt auch sehr
spitze Winkel und die kleinsten Flächen erreichen.
Aquarellbuntstifte, deren Farbe man zusätzlich mit einem feinen Pinsel mit
Wasser überwischen kann, erzielen innerhalb der Flächen einen effektvollen
Tiefeneindruck.
Erlaubt ist, was gefällt!
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